Katholisches Pfarramt der
Alt-Katholiken in Weidenberg, Bayreuth, Coburg

Warum bin ich alt-katholisch?

Renate van de Gabel-Rüppel aus Creußen trat der Gemeinde Weidenberg bei und möchte sich an dieser Stelle kurz vorstellen:

Ich bin röm.-kath. getauft und habe mich aktiv am Kirchenleben beteiligt, aber so richtig dazugehörig fühlte ich mich als Frau nie. Auch konnte ich mit den unpersönlichen und veralterten, traditionellen Regeln nichts mehr anfangen. Deshalb war ich schon länger auf der Suche nach einer Kirche, mit der ich mich identifizieren kann. Durch Zufall nahm ich an einem Gottesdienst der altkatholischen Kirche in Bayreuth teil. Ich war sehr beeindruckt von dem freundlichen Miteinander und habe mich daraufhin über die altkatholische Kirche informiert.

Besonders gut gefällt mir, das ich als Frau voll integriert bin, dass Frauen das Priesteramt ausüben, dass es keinen Pflichtzölibat gibt, dass die Unfehlbarkeit des Papstes nicht anerkannt wurde und vor allem, die praktizierte Ökumene. Der endgültige Entschluss zum Austritt aus der röm.-kath. Kirche war der Umgang mit den Missbrauchsfällen. Diese Doppelmoral, dass der gute Ruf wichtiger sei als die Wahrheit und somit die Täter gedeckt werden und dass es für die Opfer nicht ein Wort der Entschuldigung gibt, das will ich nicht auch noch finanziell unterstützen. Ich bin der festen Überzeugung, endlich den richtigen Glaubensweg für mich bei der altkatholischen Kirche gefunden zu haben und freue mich auf eine gute Glaubens-gemeinschaft.

Christina Adam aus Grub am Forst trat der Gemeinde Coburg bei: Meine Motivation zum Eintritt in die Alt-katholische Kirche

Als ich im Jahre 2005 zum ersten Mal einen alt-katholischen Gottesdienst in der Nikolauskapelle in Coburg besuchte, war ich sofort beeindruckt von der positiven, dem Leben zugewandten Atmosphäre, der dort gelebten Spiritualität. Besonders ergreifend empfand ich den Friedensgruß: ein Händedruck und ein „Friede sei mit dir“ von jedem Einzelnen der Anwesenden. So hatte ich das noch nie erlebt.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich von der Existenz der alt-katholischen Kirche noch nichts gewusst und mit dem Wörtchen „alt-katholisch“ verband ich zunächst die Vorstellung es müsse sich um eine besonders konservative Version der katholischen Kirche handeln. Als ich mich jedoch näher informierte stellte ich fest, dass ich viele Überzeugungen der „Alt-Katholiken teile: den ökumenischen Gedanken, erklärtes Eintreten für Toleranz und Freiheit, Frauen als Priesterinnen, kein Pflichtzölibat für die Priester etc. – Eine Kirche mit der ich mich identifizieren kann. Ich freue mich hier wieder eine Heimat im Glauben gefunden zu haben.

Ramona Börnicke aus Jena trat der Gemeinde Weidenberg bei und möchte sich an dieser Stelle kurz vorstellen:

Obwohl ich 25 Jahre meines Lebens der römisch-katholischen Kirche angehörte, habe ich mich nun für die alt-katholische Kirche entschieden. Hierbei war nicht nur die persönlich starke Bindung entscheidend, sondern auch die Unterschiede der beiden Kirchenformen. Wenn ich zum Gottesdienst gehe, ist es mir wichtig zur Besinnung zu kommen und neue Blickwinkel des Glaubens zu erkennen. Man sollte zum Nachdenken gebracht werden und zum bewussten Handeln. Entsprechende Dinge und einen großen Gemeinschaftswillen habe ich in der alt-katholischen Kirche kennen gelernt und bin deshalb dieser beigetreten.

Hans Neubig aus Nemmersdorf trat der Gemeinde Weidenberg bei: Warum ich übergetreten bin!

Es sind nicht allein die Ereignisse der jüngeren Zeit, die mich innerlich Abstand von der römischen "Kirche im eigentlichen Sinn" nehmen ließen. Schon als Heranwachsender empfand ich zuweilen die Kälte, die von deren Macht herrührte. Eine Macht, die allerdings zu bröckeln beginnt. Selbst in meiner Taufpfarrei Nankendorf, wo die Kirche immer gut gefüllt war, machen sich die Menschen Gedanken, beginnen Fragen zu stellen.

Weil ich Zuneigung für die Kleineren und Schwächeren hege, und wegen der räumlichen Nähe begann ich mich für die alt-katholischen Kirche zu interessieren. Die fähig ist dazuzulernen, sich mit ihren Gläubigen zu verändern. Die erkennbar die Menschen ernst nimmt. Sitzt man doch in Rom auch in Bezug auf Ökumene auf hohem Rosse und stößt die anderen Konfessionen vor den Kopf. Jetzt, als Mitglied der alt-katholischen Kirche war es mir zum ersten Mal nach 35 Jahren möglich, mit meiner evangelischen Frau gemeinsam zur Kommunion zu gehen. So danke ich Herrn Pfarrer Piesche und der alt-katholischen Gemeinde Weidenberg, dass sie mir die Möglichkeit bieten, bei ihnen eine neue Heimat zu finden.

Familie Malzer aus Kirchenlaibach trat der Gemeinde Weidenberg bei und möchte sich an dieser Stelle kurz vorstellen:

Wir sind zu dem alt-katholischen Glauben übergetreten, da die Gottesdienste viel familiärer sind und uns dadurch mehr ansprechen als der römisch-katholische Gottesdienst. Auch die kleinere Kirchengemeinde finden wir viel schöner. Wir finden uns bei den Altkatholiken mit unserem schwerstbehinderten Sohn mehr willkommen als bei den Römisch-Katholischen.

Edda Schmöe aus Coburg trat der Gemeinde Coburg bei und möchte sich an dieser Stelle kurz vorstellen:

Die kleine Kapelle in der Ketschendorfer Straße in Coburg, oftmals vom Verkehr umbrandet, faszinierte mich schon seit längerer Zeit. Ich wußte, dass die altkatholische Kirchengemeinde darin ihre Gottesdienste feiert. Schon eine Weile war ich auf Suche nach einer geistigen Heimat, denn mein Vertrauen in die römisch-katholische Kirche hatte ich schon vor langer Zeit verloren.

Nachdem ich öfters an einer Eucharistiefeier teilgenommen hatte, fühlte ich mich immer mehr angezogen von dieser Art des Gottesdienstes. Es war das, was ich schon immer suchte: Eine spirituelle Kraftquelle, die mir nicht mit Dogmen, Verboten und Bestrafungen droht, sondern meiner Seele Flügel wachsen läßt und ihr gleichzeitig eine geistige Heimat in Christus ist.

Für die unkomplizierte und liebevolle Aufnahme als Mitglied dieser Gemeinde bedanke ich mich nochmals bei Allen, Pfarrer Piesche und besonders bei Frau Grünberg und Frau Plack, die sich so viel Mühe gaben. Sicherlich werde ich mich in dieser christlichen Gemeinschaft wohl- und aufgehoben fühlen.